Peter Ewers, Wiesbaden: Coaching, und  Supervision

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S t i m m u n g e n

 

 

 

 

 

Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus?

 

 

 

 

 

Der Umgang mit uns selbst kann sehr gut als Barometer dienen für den Umgang mit unserer Umgebung. Gemeint ist die innere Haltung mit der wir uns selbst begegnen, die Art und Weise unserer Kommunikation mit uns selbst.

Bestimmt spüren Sie rasch wenn es Ihrem Gegenüber nicht gut geht, sie können sich einfühlsam Ihrem Partner nähern und behutsam nachfragen. Diese Eigenschaft nutzen erfolgreiche Menschen zur konsequenten Verbesserung ihrer eigenen Stimmung. Glauben Sie nicht, das hätte etwas zu tun mit dem Rückzug ins Private, der Flucht auf die Gefühlsinsel, die bewohnt wird von unserem alten, bedauernswerten Ego als Statthalter der eigenen Komfortzone und Schonhaltung. Mit den eigenen Stimmungen aktiv umzugehen verlangt eine Auseinandersetzung, die Überzeugungen, Werte und Urteile offenlegt.

Wenn Sie auf die Frage, heute schon gelacht? keine Antwort geben können, dann haben Sie vielleicht wirklich nichts zu lachen. Aber genau das können Sie mit der vorhandenen Fähigkeit zur einfühlsamen Kommunikation mit sich selbst ändern!

Ernst ist wichtig, locker kommt von Lücke - genau diese Selbstprogrammierungen stammen vermutlich von Menschen, die anderen Humor und Heiterkeit nicht zugestehen können (warum auch immer). Legen Sie diese Programmierungen ab, wenn Sie solche haben und schaffen Sie sich bessere. Öffnen Sie Ihre Augen für das Alltägliche, das so viele Gelegenheiten für ein Schmunzeln über sich selbst und andere enthält.

Ein Beispiel: Klient M verharrt in einer tiefen Depression nach dem seine Partnerschaft zerbrochen ist. Auf die Frage, was ich machen müßte um so depressiv zu sein wie er, erzählt M., daß er morgens nach dem Aufstehen im Bad seinem eigenen Spiegelbild die Zunge herausstreckt und Grimmassen schneidet. Spontan schlage ich ihm vor, die (wenn auch noch so kleine) Flexibilität beim Grimassen schneiden zu nutzen: Nach dem Zunge herausstrecken könnte er es mal mit einem Augenzwinkern und Lächeln der Augen versuchen. “Und das wirkt?” fragt M. Er hat es ausprobiert, die Grimmassen fallen gelassen und sich selbst wohlwollend zugezwinkert. So einfach seine Selbstprogrammierung erscheinen mag, so kraftvoll hat sie letztlich dazu beigetragen seine Depression aufzugeben.

Machen Sie also ihre Stimmung selbst! Überlassen Sie die Programmierung Ihrer guten Laune nicht dem Zufall. Erkunden Sie Ihren Humor, schließlich lachen nicht alle Menschen an der gleichen Stelle und kommunizieren Sie mit sich selbst so verständnisvoll, wie Sie es von sich selbst erwarten. Nutzen Sie Literatur, Malerei und Musik und entdecken Sie darin das augenzwinkernde Lächeln.

Verschenken Sie ein Lächeln - sie erhalten es vielleicht zurück. Betrachten Sie es als Sport und innere Balanceübung sich nicht von der schlechten Laune anderer anstecken zu lassen. Genießen Sie den ersten Augenblick, wenn wildfremde Menschen von Ihnen einfach angestrahlt werden. Sie können dann erleben, wie es aus dem Wald herausschallt.

     

     

     

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