Peter Ewers, Wiesbaden: Coaching, und  Supervision

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E m o t i o n a l e  I n t e l l i g e n z

 

 

 

 

 

 Die bislang vorliegenden Ergebnisse der Hirnforschung lassen manche vermuten, es handle sich bei emotionaler Intelligenz um einen gelungenen PR-Gag.  Leider führen die Zyniker unter den Befürwortern  “was nutzt der hohe IQ dem emotionalen Trottel” auch nicht zu einem Ergebnis aus der zunehmend ideologisierten Debatte.

 

 

 

 

 

Für die Praxis des Coachings empfiehlt sich eine Arbeitshypothese, nach der emotionale Intelligenz all jene Fähigkeiten bezeichnet, über die Menschen verfügen, die

  • soziale Beziehungen positiv beeinflussen,
  • eigene Gefühle erkennen und äußern
  • eigene Gefühle sinnvoll kontrollieren
  • Empathie gegenüber anderen einsetzen.

Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit einmal darauf, daß man ohne Emotionen nicht intelligent sein kann. Das ist insofern verblüffend, als Emotionen normalerweise als Ballast betrachtet werden, die das klare und objektive Denken behindern.

  • Selbstbewußtsein
  • Eigensteuerung der Impulse und Stimmungen
  • Selbstmotivation
  • soziale Kompetenz und Dialogfähigkeit

sind wichtige Komponenten des persönlichen Erfolgs. Der Konfliktfähigkeit kommt dabei besondere Bedeutung zu.

Menschen mit hohem EQ nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand, orientieren sich an Ergebnissen und fühlen genau, zu welchem Zeitpunkt sie weiter durchhalten oder keine weiteren Energien in aussichtslose Projekte stecken.

Ein Beispiel: Klient R. arbeitet als Experte für Prozeßautomation in einer Traditionsfirma. Es war immer sein Ziel in diesem Unternehmen zu arbeiten. Als er den Job bekommt, wechselt er von seinem Wohnort in Süddeutschland an den Rhein. Seine knappe Freizeit ist gekennzeichnet durch wenig soziale Kontakte, die sich zumeist im Kollegenkreis ereignen und häufigen Fahrten am Wochenende zu seiner Mutter nach Süddeutschland. Sein Partnerwunsch bleibt unerfüllt. Er fühlt sich ausgepumt, leer, müde und von seiner Mutter benutzt. Den Anforderungen am Arbeitsplatz fühlt er sich zunehmend nicht mehr gewachsen. Im Coachingprozess gelingt es R. sich selbst mit seiner Wut, Enttäuschung und Ärger zu spüren. Das nächste Wochenende verbringt er zwar am Freitag bei seiner Mutter, er fährt jedoch bereits am Samstagnachmittag zurück und nutzt den Samstagabend zu einem Ausstellungsbesuch. In Rollenspielen entwickelt R. Konfliktfähigkeit, die er sofort im Job umsetzt. Nach einigen Besprechungen wird ihm klar, wie er seine Impulse selbst steuert: Den mit der Mutter geplanten Urlaub sagt er ab und fährt allein mit einer Crew zu einem Segeltörn, zu seinem Geburtstag lädt er Arbeitskollegen zum Italiener ein etc. Indem er sich mehr und mehr auf sein Gefühl verlassen kann, gelingt es ihm seine sozialen Beziehungen bewußt zu erleben und liebenswert zu gestalten.

     

     

     

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