Es gibt wohl kaum ein komplexeres System menschlicher Beziehungen wie das Paar. Irrungen und Wirrungen sind an der Tagesordnungen und selbst langjährige Partnerschaften zerbrechen, wenn Akzeptanz und Kommunikation schwinden oder einfach die Liebe weg ist. Häufig arbeiten sich beide fix und fertig an der
Alltäglichkeit, ohne jedoch Bedingungen für ihre Partnerschaft zu kennen. In der Arbeit mit Paaren steht für mich das Verstehen vor dem verstanden werden. Sich lieben, ganz verbal begriffen - es geht dabei um Lieben und erst im zweiten Schritt um Liebe. Handlungsorientiert und behutsam geführt durch die eigene Wahrnehmung, lassen sich Verhaltensalternativen entwickeln. Die Freiheit, in dauerhaften Beziehungen zu Lieben, macht unser Leben reich und erfüllt .
So komplex das System Paar
ist, so variabel auch die Gestaltung der Beziehungssarbeit. In einem ersten Gespräch geht es häufig um die Klärung von Erwartungen. In weiteren Besprechungen mit dem Einzelnen und auch dem Paar werden immer wieder neu die Möglichkeiten für gelebte Partnerschaft erarbeitet bzw. erweitert. In meiner langjährigen Erfahrung mit Paaren hat sich ein Wechsel zwischen Paarbesprechungen und Einzelbesprechungen als vorteilhaft erwiesen. Häufig kann sich so einer der Partner besser öffnen, sein
Verhalten vor dem Hintergrund auch eigener Verletzungen in der Partnerschaft artikulieren. Ich habe oft erlebt, wie befreiend endlich offen über viele Aspekte der Partnerschaft gesprochen werden kann.
In gemeinsamen Gesprächen werden immer wieder Verletzungen aufgearbeitet und Brücken zum Verständnis errichtet. Am Ende steht nicht immer die “gerettete” Beziehung. Manchmal ist es für alle besser, daß sich gemeinsame Wege trennen - auf Zeit, mit einem Mentor oder endgültig.
Verantwortung prägt dann die Reife eigenen Handelns. In dieser Phase werden regelmäßig auch die Kinder mit zum Paar zu Gesprächen eingeladen. Der scheinbar Schwächere in einer Beziehung bleibt nicht länger der Schwächere. Die Kategorie von schwach und stark wird zugunsten einer liebevollen Einstellung zu mir selbst ersetzt, die sich durch Unabhängigkeit und neuem Lebenswillen auszeichnet. Häufig ist ein solch’ letzter Schritt einer Partnerschaft der erste kraftvolle Schritt zu einem neuen
Lebensabschnitt. Auch wenn der Beziehungsstreß vieler Paare - auch gleichgeschlechtlicher - eine nicht endenwollende Geschichte ist, Paartherapie bleibt zeitlich beschränkt. Den genauen Umfang legen wir gemeinsam zu Anfang fest. Unterstützung und Neuorientierung gelingen dann schnell und sicher, wenn sie vom Ergebnis her gedacht werden. Der Fähigkeit im Prozeß zu bleiben, auch ohne Paartherpeut, kommt dabei entscheidende
Bedeutung zu. 
jetzt erschienen: Peter Ewers Beziehung 2.0 - Betriebshandbuch um online zu lesen, einfach auf das obige Cover klicken | | And now good morrow to our waking souls, Which watch not one another out of fear; For love, all love of other sights control, And makes one little room, an every where.
Let sea-discoverers to new worlds have gone, Let maps to others, worlds on worlds have shown, Let us possess one world, eatch hath one, and is one. Ein froher Morgen die erwachten Seelen grüßt, die nicht einander ängstlich sich belauern; denn Liebe liebend alle Dinge in sich schließt und läßt den kleinsten Raum zum All sich weiten. Laßt die Entdecker nur nach neuen Welten gehen, laßt andere auf Karten Welt an Welten
sehen. Laßt uns nur unsere Welt, ein jeder hat und ist sie selbst. (John Donne 1572-1631) Jetzt erschienen:
Beziehung 2.0 hier online lesen |